um 1895
Frau in Halbfigur um 1895
um 1895

Cuno Amiet

Solothurn 1868 - 1961 Oschwand

Tuschfederzeichnung auf feinem chamoisfarbenem Velin, 21,2 x 16,8 cm , unten rechts monogrammiert.

Die Zeichnung ist im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft unter der Archiv-Nr. 60'935 registriert.

Preis: € 2.400

 

Offenbar handelt es sich um die Darstellung einer kranken Frau, die ein Fieberthermometer unter dem Arm hält.

 

Die Zeichnung steht für frühe geradezu expressionistische Ansätze von Amiet.
Vergleiche die große Nähe zu Zeichnungen von seiner Schwester Rosa bzw. seiner zukünftigen Frau Anna Luder aus der Zeit um 1895, abgebildet in: Amiet, Freude meines Lebens - Sammlung Eduard Gerber, Kunstmuseum Bern, Kerber Verlag, Bielefeld, 2012, Seiten 40 und 42.

Cuno Amiet gilt als einer der bedeutendsten schweizer Maler, Zeichner und Bildhauer.

In den Jahren um die Entstehung dieser Zeichnung hatte er 1893 die erste Begegnung mit Ferdinand Hodler, den er daraufhin in seinem Atelier in Bern besuchte und von dessen symbolistischer Malerei er beeinflusst wurde. 1895 starb Amiets Vater. Im Jahr 1896 lernte er bei einem Sommeraufenthalt bei Giacometti in Stampa Giovanni Segantini kennen.